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Herbert – Aliens und parallele Welten

Die Gonim machen endlich Sportferien auf der Erde, nachdem nur noch vereinzelte Waffen funktionieren.  Ehemaligen Geheimdienstlern,Verbrechern und Militärs gefällt das überhaupt nicht. Sie haben nämlich nicht nur ihre Waffen sondern in der Folge auch ihre Einkommensquellen verloren. Jetzt blasen sie zum Angriff, planen Anschläge.

Die Welt hat sich verändert, es gibt keine Diktatoren mehr, kaum noch große Länder, keine Kriege. Die Gonim habe es aber auch schon übertrieben, haben neben üblen Diktatoren auch mal harmlose Botschaftsmitarbeiter in eine parallele Welt namens Hölle gebeamt. Das tut ihnen jetzt leid und sie gehen zusammen mit Herbert auf eine Mission, um einige von denen zurückzuholen.  

Dann können sie endlich wieder Kiten, Surfen, Segeln und Skifahren. 

Ein ehemaliger Geheimdienstler treibt es auf die Spitze, er begeht einen Anschlag, dem jede Menge Menschen und Gonim zum Opfer fallen. Es geschieht  in einer Milonga, einem Tango-Lokal. 

Die Gonim sind sauer, ziehen sich in eine wunderschöne parallele Erde namens Himmel zurück. Herbert ist bis an seine Grenzen gefordert, den Mann zur Strecke zu bringen. Ob er es schafft? Dieser Typ ist so vorsichtig, dass er immer wieder durch die Maschen des Netzes schlüpft. 

Herbert sinnt auf eine List, da kommt ihm ein aus einem Raumschiff gefallener Geldschrank mit acht Millionen Dollar Inhalt zu Hilfe.

Leseprobe: Herbert - Aliens und parallele Welten

Kapitel 1 – Kleine grüne Männchen

Der ehemalige Chief Operating Officer der CIA, Ron MacCormeck, saß vor drei Tagen schlecht gelaunt in seinem häuslichen Arbeitszimmer, die Füße auf den Schreibtisch gelegt – wie früher im Büro. Der dritte Mann in der CIA war er gewesen. So gut wie arbeitslos seit der Ankunft dieser Witzfiguren aus dem All. Er dachte nach. Seit Tagen schon.

Kurz nach der Ankunft der kleinen grünen Männchen hatten sich die USA in Windeseile zerlegt. Die Männchen waren zwar gar nicht so klein und grün waren sie auch nicht, aber sie hatten viel bewegt. Fast alle Waffen hatten sie schon vor ihrer Ankunft quasi über Nacht von einem Typ namens Herbert abschaffen lassen und dadurch war es in den Vereinigten Staaten von Amerika zu einer bösen Trennung gekommen. Jetzt war nicht mehr so viel davon „vereinigt“. Mit Straßenschlachten hatte es begonnen und dann war Kalifornien als erster Bundesstaat ausgestiegen, was zu einem Flächenbrand geführt hatte. Womit hätte man die Bundesstaaten auch zusammenhalten sollen, ohne Waffen konnte man sie nicht zwingen. Das war alles innerhalb von zwei Wochen über die Bühne gegangen und jetzt zählte Central-North-America noch gerade mal so viele Einwohner wie Deutschland und war völlig unbedeutend in der Welt. Der einzige Trost lag darin, dass es den anderen großen Ländern auch nicht besser ergangen war.

Die CIA gab es nicht mehr und MacCormeck dachte über seine Zukunft nach. Gut, Central-North-America hatte einen neuen Geheimdienst und er war dort freiberuflich beschäftigt, aber das brachte fast kein Geld ein. Freiberuflich – what a bullshit. Sein Schwiegersohn hatte ihm angeboten, in seiner Versicherungsagentur einzusteigen. Fucking insurance.

Rons Blick fiel auf den Fernseher an der Wand. Da stand was über einen Anschlag in Afghanistan, das Gerät war stumm geschaltet. Der Text am unteren Rand des Monitors verkündete zwölf Tote, ein paar Amerikaner und einige afghanische Soldaten. Haben diese Typen dort immer noch nicht verstanden, dass alles vorbei war? Und wo zum Teufel hatten sie bloß den Sprengstoff her? Es gab ja kaum noch alte Bestände. Müssen sie gebunkert haben, die verdammten Kameltreiber. Lehnten sich gegen Besatzer auf, die keine mehr waren.

In diesem Moment schoss ihm ein Blitz quer durchs Hirn, zweihunderttausend Volt – mindestens.

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